… und ich erwache aus meinem Winterschlaf – oder so ähnlich. Aber erst einmal
Moin aus Hamburg,
und nein, geschlafen haben wir ganz bestimmt nicht. Vor einigen Tagen haben wir – Fabian Ziegler und ich – die Druckdaten für Güterwagen Band 11 an Varesco, die Druckerei in Südtirol, übermittelt und die Proofs sind auch dort angekommen.
Einige Vorschauseiten habe ich ja bereits gezeigt, nachfolgend einige Modellfotos: Der Zkod von Roco lässt sich mit relativ geringem Aufwand verbessern. Aufwendiger wird dann schon die Alterung, die stellen wir in dem Buch aber anhand anderer Modelle vor.

Deutlich mehr Arbeit macht der Umbau des Roco-Modells des genieteten Wagen. Hier hat Roco nur ein paar Änderungen berücksichtigt, aber wesentliche Abweichungen gegenüber dem DR-Wagen ignoriert.

Nur etwas für Fortgeschrittene: Der Umbau des gelungenen KKd 49 von Klein-Modellbahn bzw. Roco in ein Supermodell mit höher gesetztem Kessel und zahlreichen geätzten bzw. im 3D-Druck entstandenen Zurüstteilen.

Die ersten Zkz 54 der DR und die Kds 54 mit 25 m³ Fassungsvermögen und Doppelschakenlaufwerk sind bis auf die Bühnen beim Vorbild nahezu baugleich. Warum soll man das nicht auch im Modell umsetzen?

So verdreckt wie beim Vorbild: drei Uc(s)-y von Piko.

Und noch ein Piko-Modell: Die schon vor etlichen Jahren erschienen Kds 67 lassen sich mit Zurüstteilen deutlich verbessern.

Ein Methusalem unter den Modellen sind die einst von Röwa entwickelten Wagen für Trevira-Chips. Trotzdem können sie als Ausgangsbasis für ansehnliche Nachbildungen herhalten, zumal es bestimmt keine Neuauflage dieser markanten Wagen geben wird.

Und noch ein Wagen, dessen Nachbildung, so wie sie aus der Schachtel kommt, missglückt ist. Wer ihn im Bestand hat, findet in dem Buch Anregungen, wie daraus ein ansehnliches Modell werden kann. Vor dem Hintergrund, dass diese Wagen in der Epoche IV zu den wichtigsten privaten Staubgutwagen gehörten, lohnt sich der Aufwand – bestimmt nicht für einen Ganzzug, aber bei einem Einzelwagen durchaus.

Diese und weitere Umbauten und Verbesserungen sind in dem Buch auf 31 (von 192) Seiten beschrieben. Bedanken möchte ich mich bei allen Modellbauern, die diese Arbeit gemacht und die Beiträge geschrieben haben. Und auch bei Hans-Peter Schramm möchte ich mich bedanken. Er hat nicht nur alle Zeichnungen für dieses Buch erstellt, sondern inzwischen auch schon die für das nächste Güterwagenbuch fertig.

Nicht unerwähnt bleiben darf, dass ohne die Arbeit von Paul Scheller und Harald Westermann das Buch nur an der Oberfläche gekratzt hätte. Ihr Fachwissen zu historischen Entwicklungen und Zusammenhängen und zur Industriegeschichte ist Voraussetzung, um die Entwicklung von solchen Spezialwagen wie Staubgut- und Granulatwagen überhaupt zu verstehen.
Und dann gibt es ja noch die Leute, die das Buch schon längst kennen, weil sie es vorab korrekturgelesen haben: Claus Köhler, Wolfgang Sorger und als Lektor Gerhard Fleddermann. Erfahrungsgemäß werde ich, wenn ich in ein paar Wochen das fertige Buch aufschlage, dort den ersten Tippfehler finden. Aber den habe allein ich zu verantworten.
Soweit zu Güterwagen Band 11 – ich gehe davon aus, dass die Bücher Ende April fertig gedruckt und gebunden sind und ausgeliefert werden können.
Zum Abschluss noch einige Korrekturanmerkungen, die mir Günter Dutt zu Bahndienstwagen Band 2 übermittelte:
Bild Seite 65 unten ist in Esslingen entstanden. Weinberge besitzt Göppingen nicht
Bild Seite 84 oben: Der Wagen 7509 ist badischen Ursprungs, Württemberg pflegte sogenannte aufbaulose Wagen ohne besonderen Rahmen
Bild Seite 126 unten: Der Stuttgart 7500 ist Ab 1907 in der zweiten Rekonstruktionswagenwelle entstanden als Württemberg 4651-4656 nach Bild 178, 4657-4685 (Bild 216) oder 4686-4689 (Bild 346).
Viele Grüße
Stefan Carstens
